Zunftmeister lobt Einsatz der Dilsberger Nachtwächter
Obernachtwächter dankt für engagierte Auftritte und Unterstützung
14. August 2010
 

Wenn sich Nachtwächter treffen dann sind Laternen und Hellebarden nicht weit und sei es zur Dekoration, wie beim 13. Sommerfest im Dilsberger Schützenhaus. Obernachtwächter Erwin Lanzer begrüßte die große Nachtwächterfamilie sowie Freunde und Unterstützer in geselliger Runde. Ein herzliches Willkommen galt dem baden-württembergischen Zunftmeister Erich Bannholzer mit seiner Frau sowie Blanka Knodel, der Türmerin aus Bad Wimpfen, die extra auf den Dilsberg reisten und dem Stadt- und Ortschaftsrat Stefan Wiltschko.
 

Eindrucksvoll belegte die Statistik, dass die Nachtwächter im Laufe eines Jahres ein arbeitsintensives Pensum bewältigen. So berichtete der Obernachtwächter von 24 Führungen und 9 Auftritte im Jahr 2009 und verzeichnete in der ersten Hälfte diesen Jahres bereits 5 Auftritte und 15 Führungen. „Seit 34 Jahren machen wir die Nachtwächter, das ist ein gutes Zeichen für die Nachtwächtertradition.“, dankte er seinen Mannen, die bei ihren originellen Führungen 948 Schüler mit der Geschichte der historischen Bergfeste und ihren Besonderheiten vertraut machten.
 

Hin und wieder treffen sie dabei auf Pater Waltherus (Martin Oemler), der die evangelische Kirche mit ihren sehenswerten Fenstern vorstellt und in seiner Kutte oft für einen echten Pater gehalten wird. Ein besonderer Dank galt den Frauen, den unentbehrlichen Stützen des Vereins, für ihre vielseitige Unterstützung und den Helfern der Weihnachtsmeile, insbesondere Edgar und Hanne Ohlhauser, die jedes Jahr ihren Platz zur Verfügung stellen.
 

Zunftmeister Bannholzer schätzt es sehr, dass die Dilsberger Nachtwächter immer kommen, wenn er sie braucht. Von ihrem letzten Einsatz in Obergrombach brachte er zur Erinnerung noch ein paar Fotos und zur freudigen Überraschung ein mit „Flaschenpfand“ gefülltes Kuvert mit. Dem Veranstalter war der Auftritt der Dilsberger Mannen eine willkommene Spende wert.
 

Wie unter Nachtwächtern üblich, eröffneten sie mit einem urigen Trinkspruch das Büfett: „Gott schütze die Nachtwächter, unseren Dilsberg, unser liebes Dorf, vor Feuer und allen Gefahren, vor allem vor wilden Weibern, Amen.“ Frohgelaunt saß die große Nachtwächterfamilie zusammen und manch lustige Anekdote aus dem bewegten Leben eines Nachtwächters machte die Runde.
 

Text: boe
Bilder: bz