Aperitif & Spectaculum
auf Burg Dilsberg

Große Unterstützung für die deutsche Kandidatin der Kochshow
„Das fast perfekte Dinner“
Nathalie Kühl


31. März 2010

 

Die Rolle der Gastgeberin übernimmt Nathalie Kühl gern, doch das Europa-Special „Das fast perfekte Dinner“ war für die deutsche Kandidatin schon eine besondere Herausforderung. Der Reiz des Wettbewerbs liegt in der Kombination aus Kochkunst, Gastgeberrolle und Repräsentation des Landes. Die Burg Dilsberg war somit ein unbedingtes Muss für die internationalen Gäste. Hier an dieser historischen Stätte nahm man den Aperitif ein und wohnte einem kleinen mittelalterlichen Spectaculum bei.
 

Temperamentvoll wirbelte Nathalie Kühl in historischer Kleidung très chic gewandet im Burghof herum und richtete routiniert Getränke und rustikale Speisen, auf Schritt und vom französischen Filmteam beobachtet. Eine letzte Feinabstimmung mit den gewandeten Dilsberger Bürgern und Gruppen, die sich zu ihrer Unterstützung am Set beteiligten und dann konnten die Gäste kommen. Trotz aller Nervosität sie lächelte charmant und selbst ein kurzer Hagelschauer konnte ihre gute Stimmung nicht trüben.
 

Die Nachtwächter standen mit ihren Hellebarden und Laternen am Torturm Spalier, als Trommelwirbel die Ankunft der vier Konkurrenten verkündete. Dilsberger Ritter nahmen die Gäste friedlich in Empfang und gaben den Weg frei. Gewandete Kinder begrüßten die Gäste, nahmen sie an der Hand und begleiteten sie von Kameras gefolgt, gemeinsam mit Rittern und Nachtwächtern zur Burg.
 

Trommelklänge kündigten den Zug an, denen die Fanfaren des Musikzugs antworteten, die imposant durch die Burg hallten und weithin das Ereignis verkündeten. Im entscheidenden Moment spielte selbst das Wetter wieder mit, so dass die Gäste trocken an der Burg eintrafen.
 

„Burgfrau“ Nathalie Kühl begrüßte ihre Gäste und reichte am Burgbrunnen einen Becher gefüllt mit weißem Burgunder. Helfer hielten ein mittelalterliches Gewand zum Überstreifen bereit und in passender Kleidung nahm man den Aperitif ein. Dazu reichte die deutsche Kandidatin einen dekorativen Teller mit Waldorfsalat, Hasenterrine mit Morchelsauce, Ochsenmaulsalat sowie eine Platte mit deftigen landestypischen Wurstsorten.
 

Eine Augenweide war „Plasir de Dance“ in ihren prunkvollen Kleidern und Tänzen aus der Renaissance. Ausdrucksvoll präsentierten sie „Salengers Round“ einen englischen Rundtanz. Bei der „Pavane“, einem Schreittanz oder Pfauentanz der die kostbaren Gewänder ins rechte Licht rückt, waren die Gäste gefragt und durften ihr tänzerisches Geschick ausprobieren.
 

Die Dilsberger Nachtwächter betraten mit ihren Hellebraden und Laternen das Rund und verkündeten was die Glock geschlagen hatte. Es war höchste Zeit für das Menü im Hause Kühl, das bedeutete Aufbruch. Ein letztes Winken in die Kameras und es galt der Burg, sicher begleitet von den Wächtern der Nacht, „Adieu“ zu sagen.
 

Nathalie Kühl, Sabine Schweiger vom Stadtmarketing und Ortsvorsteher Bernhard Hoffmann hatten ein vielseitiges Programm zusammengestellt und sie konnten sich auf ihre Mitbürger verlassen, die „ihre“ Kandidatin engagiert unterstützten. Ob sie am Ende gewinnt war Nebensache, dabei sein ist alles und schön war es allemal. Dezent im Hintergrund und dennoch schnell zur Stelle, wenn es galt sprachliche Barrieren zu überwinden, engagierte sich Ulrike Delacroix.
 

Hinter den Kulissen

Dieses „Spectaculum“ bedeutete für die Burg besondere Maßnahmen und jede Menge Trubel. Das vor Ort befindliche „Geraffel“ leistete für die Filmcrew gute Dienste, denn dahinter ließen sich bestens die Scheinwerfer verstecken. Detailliert plante Bernhard Hoffmann mit seinen Helfern den Ablauf und Burgvogt Weber war jederzeit hilfreich zur Stelle.
 

Auf eine harte Geduldsprobe stellte man Statisten und die Fanfarenbläser des Musikzugs. Pünktlich trafen sie auf der Burg ein, doch bis zu ihrem Einsatz verging ein um die andere Stunde. Kondition war bei den gerüsteten Rittern gefragt, die über Stunden 27 zusätzliche Kilogramm mit sich herumtrugen. So eine Filmproduktion hat jedoch ihre eigenen Gesetze und Verzögerungen nichts Ungewöhnliches.
 

Lucy, Sophie, Elly und Hannah übernahmen die ehrenvolle Aufgabe die Gäste zur Burg zu begleiten. Geduldig warteten sie am Rosenplatz auf deren Eintreffen und trotzten tapfer dem wechselhaften Wetter. Fasziniert verfolgten Kinder der Bergfeste das Treiben und spontan erhielten die Dilsberger Ritter Unterstützung durch ihren Kollegen „Rote Feder“. Zur rechten Zeit hieß es dann, „Fackeln an, sie kommen!“
 

Sonne, Wind, Regen und Hagel wechselten sich ab, der April ließ grüßen. Immer wieder musste schnell ein Unterschlupf gefunden werden und langsam aber sicher machte sich die Kälte in den Knochen spürbar. Die Jugendherberge sorgte für eine willkommene Aufwärmung und servierte heißen Kaffee.
 

Das Warten hatte sich gelohnt, rechtzeitig spielte das Wetter mit und der Einzug auf der Burg ergab ein stilvolles Bild. Sabine Schweiger sprach allen Beteiligten ein dickes Lob aus, „Auf die Dilsberger kann man sich verlassen. Als dörfliche Gemeinschaft sorgen sie für Lokalkolorit.“
 

Text: boe
Bilder: bz