Erfolgreiche Symbiose von Nachtwächtern und
Jugendherberge gewürdigt

Nachtwächterführungen durch die Bergfeste sind viel gefragte Attraktion im Jugendherbergsprogramm

12. Oktober 2006

Die Dilsberger Jugendherberge, idyllisch am Torturm inmitten der Dilsberger Bergfeste gelegen, erfreut sich großer Beliebtheit. Das dürfte zum einen an der außergewöhnlichen Lage sowie dem besonderen Ambiente liegen und zum anderen an dem interessanten Programm, welches den Gästen angeboten wird.

Eine besondere Attraktion sind zweifellos die beliebten Nachtwächterführungen durch den historischen Ortskern. Bei der letzten Führung nahm Obernachtwächter Erwin Lanzer die Gelegenheit wahr, den Jugendherbergseltern Katharina und Matthias Dreschert für die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit zu danken.

In der Dilsberger Jugendherberge geht es lebendig und familiär zu. Vorwiegend Kinder können an diesem außerschulischen Lern- und Begegnungsort neue soziale und persönliche Erfahrungen sammeln. Dazu eignen sich die angebotenen kultur- und erlebnispädagogischen Programme, welche eng mit der mittelalterlichen Gemeinde verknüpft sind. Sehr beliebt sind bei Anbruch der Dunkelheit die Führungen der Nachtwächter, in ihren historischen Gewändern, ausgestattet mit Laternen und Hellebarden. Dieses Mal verfolgten zwei Schulklassen aus Mannheim und Unterenzingen die interessante sowie lebhaft erzählte Geschichte der Bergfeste und lauschten fasziniert den zahlreichen Sagen und Anekdoten die sich um den Dilsberg ranken.

 

Den abschließenden Umtrunk im „Hexenkessel“, dem so benannten Aufenthaltsraum der Jugendherberge, nutzte Obernachtwächter Lanzer um einen kurzen Rückblick auf das zustande kommen dieser Aktion zu geben. Die Idee brütete Matthias Dreschert gemeinsam mit Nachtwächter Frans Hermans aus und im Nachhinein war es das Beste, was den Nachtwächtern passieren konnte. Einerseits macht es ihnen viel Spaß mit aufgeweckten interessierten Kindern durch die Gassen zu ziehen und andererseits konnte durch die erhaltene Aufwandsentschädigung so manch notwendige Ausgabe getätigt werden. Die Führungen sind also für alle Beteiligten eine große Bereicherung.

Aus Freude über die harmonische Zusammenarbeit überreichte er dem Herbergsvater einen „Nachtwächtertrunk“, eine originelle mit Met gefüllte Flasche und seiner Frau einen Geschenkgutschein. Sein herzlicher Dank

galt aber auch seinen Nachtwächterkollegen für ihre Bereitschaft, die steigenden Einsätze zu absolvieren. Matthias Dreschert dankte erfreut für die Präsente und berichtete bereits von zahlreichen Anfragen für das nächste Jahr. Obwohl Jugendherbergen zur Brauchtumspflege angehalten seien, können so ein Programm das in Erinnerung bleibt, eben nicht alle bieten. In der Realität bedeutet dies, im Kampf um die existentiell notwendigen Übernachtungen, ein wichtiger Programmpunkt.
 

boe/bz